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Mein Name ist Sven Gerich. Aber das war er nicht immer. Ich wurde als Sven Rapp am 30.10.1974 in Hann.-Münden geboren, und lebe seit meiner 6. Lebenswoche in Wiesbaden, der Heimatstadt meines Vaters. Meine Mutter ist Frankfurterin.

Einige Unordnung in der Familie führte dazu, dass ich vom 6. bis zum 17. Lebensjahr ohne meine Familie aufwuchs, sondern im Kinderheim der inneren Mission in Biebrich. Eine Jugendhilfeeinrichtung der Stadt Wiesbaden, heute EVIM zugehörig – und dies sollte mich, wie viele Stationen meiner Vergangenheit prägen.

Nach dem Besuch des Evangelischen Kindergartens der Hauptkirchengemeinde ging ich auf die Freiherr-vom-Stein Schule in Biebrich, anschließend machte ich meine Mittlere Reife an der Werner-von-Siemens Realschule in der Rheinstraße.

Bereits in der Schule hatten es mir die handwerklichen Wahlpflichtfächer wie Metall- und Holzverarbeitung sowie das technische Zeichnen angetan, was lag also näher als ein Handwerk zu erlernen? Ich entschied mich für eine Lehre als Bau- und Möbeltischler, und ließ mich drei Jahre lang in diesem Beruf ausbilden.

Bereits während der Ausbildung erkannte ich allerdings, dass es das nicht für den Rest meines Berufslebens sein würde, zumal gegen Ende der Lehrzeit nicht nur im beruflichen, sondern auch im persönlichen Bereich ein Prozess der Umorientierung einsetzte.

Beruflich nahm ich eine Stelle als hauptamtlicher Übungsleiter für den Fachbereich Turnen beim Turnverein Biebrich an.

Und ich habe erkannt, dass es die Liebe zu Männern war, die mein Privatleben mitbestimmen sollte und die mich schließlich zu meinem Mann Helge geführt hat. Das war vor fast 20 Jahren kein einfacher Prozess.

Zum Glück lernte ich in dieser Zeit meinen heutigen Adoptivvater Gustav Gerich kennen, der sich mir und meiner Probleme annahm und es war ein glücklicher Zufall, dass er es auch war, der mir die Möglichkeit zu einer erneuten beruflichen Veränderung gab.

Seit 1995 arbeite ich also in der Druckerei Gerich in Biebrich, welche sich seit fünf Generationen im Familienbesitz befindet.. Ich erlernte dort das Handwerkszeug des Offsetdruckers von der Pike auf, allerdings ohne formalen Abschluss.

In den vergangenen Jahren besuchte ich darüber hinaus regelmäßig Fortbildungen an der Print Media Akademie in Heidelberg. Themenschwerpunkte waren Prozessoptimierung, Unternehmenssteuerung sowie Mitarbeiterführung.
Seit dem Jahr 2000 führe ich gemeinsam mit meinem Vater das Unternehmen als gleichberechtigter Gesellschafter. Wir beschäftigen heute drei Vollzeit- und zwei Teilzeitkräfte sowie 2 freie Mitarbeiter die den Verlagsbereich abdecken.

Meine Heimat ist also Biebrich und auch wenn ich dort nicht mehr wohne, so fühle ich mich dem Stadtteil doch heimatlich verbunden, bin dort im Ortsverein und anderen Vereinen aktiv und habe mich dort anstelle der Bundeswehr- bzw. des Zivildienstes für 8 Jahre Katastrophenschutz verpflichtet bei der freiwilligen Feuerwehr in Biebrich.

Meine Freizeit verbringe ich gerne zu Hause und auf „Long Island“ (mein kleiner Garten im Grünen), mit Klettern, Radfahren und Kochen; gerne jedoch auch bei Freunden oder Abends in der Wiesbadener Innenstadt.

Mein politischer Werdegang
Mein politischer Werdegang begann im Jahr 2003 als Achim Exner noch mal für den Landtag kandidierte. Die Druckerei Gerich war ausgesucht worden, die Drucksachen für den Wahlkampf zu erstellen – und so ergab es sich, dass ich Achim persönlich kennenlernte. Zu der Zeit hatte ich noch keine so gute Meinung von Politik oder Politikern. Und dies sagte und zeigte ich auch Achim Exner. In seiner unnachahmlichen Art machte mir Achim eines Abends dann deutlich, dass ich mit meinem dummen Geschwätz aufhören sollte. Wenn ich etwas verändern wolle, müsse ich mitmachen. Drei Wochen später war ich Mitglied der SPD.

Vor 2006 bis 2013 war ich Stadtverordneter. 2009 wurde ich Parlamentarischer Geschäftsführer der Fraktion. Im September 2011 wählte mich meine Fraktion zum Vorsitzenden.

Am 10. März wurde ich schließlich zum Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Wiesbaden gewählt.

Ich will eine Stadt in der man sich kümmert: Junge um Alte und umgekehrt. Aber auch Wohlhabende um Ärmere und alle ein bisschen umeinander.

Ich will eine menschliche Stadt.

Sven Gerich